Spielbogen der Partie HSG Hüllhorst 2 - 1.Frauen


Details
Spiel: HSG Hüllhorst 2 - 1.Frauen
Klicks: 279
Datum: 20.09.2019
Ort: Sporthalle Hüllhorst
Art: Meisterschaft
Ergebnis: 16 : 15


Eingesetzte Stammspieler
Name
Tore
Alicia Nehrmann 0
Antonia Böhne 2
Denise Meier 0
Isabell Bokoloh 5
Joeline Ohlemeyer 1
Juliane Schillaneck 6
Laura Bredemeier 0
Lea Bredemeier 0
Lena Paulsmeyer 0
Lisa Döpking 1
Lisa Engelking 0


Torhüterstatistik
Name
Gehaltene Bälle
Gegentore
Denise Meier 15 16


Wer keine Tore wirft gewinnt relativ selten!

Am zweiten Spieltag ging es auf Reise nach Hüllhorst, gegen die zweite Mannschaft der HSG. In dem Spiel wollten wir unseren guten Saisonstart veredeln und uns gleich in der Spitzengruppe festsetzen. Leider stand uns erneut kein kompletter Kader zur Verfügung und so fehlten dem Trainer gerade im Rückraum einige Alternativen.
Zunächst fanden beide Mannschaften nicht richtig ins Spiel und Tore waren Mangelware. Erst in der 4. Minute konnten wir die 1:0 Führung erzielen. Schon in dieser frühen Phase vergaben wir beste Einwurfmöglichkeiten zu Hauf und Hüllhorst zog mit 2:1 (7.) an uns vorbei. Die nächsten sieben Minuten gehörten dann wieder der FSG und wir gingen mit 2:4 in Führung. Anschließend acht Minuten lang erneute Flaute im Angriff. Hüllhorst zog erneut vorbei und lag mit 5:4 (20.) vorn. Wir konnten noch einmal zum 5:5 (22.) ausgleichen und das war es dann mit unserer Herrlichkeit in Halbzeit eins. Während wir weitere acht Minuten keinen Treffer erzielen konnten, gelangen der HSG derer weitere drei und wir gingen mit einem 5:8 Rückstand in die Kabine.
Lediglich fünf erzielte Treffer sind natürlich indiskutabel und dazu noch die gegnerische Torfrau zur Heldin geworfen zu haben, geht gar nicht! Die ersten dreißig Minuten waren von uns einfach uninspiriert und konzeptlos. Es fand sich niemand auf der Platte, der das Zepter in die Hand nahm und die Marschrichtung vorgab. Stattdessen immer wieder Einzelaktionen und Egoaktionen, die zudem zu keinem Erfolg führten. All das wollten wir im zweiten Abschnitt verbessern, denn gelaufen war das Spiel noch lange nicht.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit sah unsere Körpersprache ganz anders aus. Man konnte merken, dass die Mannschaft das Spiel drehen wollte und so peu a peu pirschten wir uns die Gegnerinnen heran. Über die Stationen 8:6 (31.), 9:8 (34.), 10:9 (38.), 11:10 (41.) und 12:12, konnten wir in der 48.Minute erstmals wieder ausgleichen. Das dieses Spiel kein Schützenfest mehr werden würde war längst allen klar, aber wir hatten den Kampf inzwischen angenommen und wehrten uns gegen die drohende Niederlage. Innerhalb von zwei Spielminuten gelangen uns nun zwei weitere Tore zur eigenen 14:12 Führung und obwohl wir inzwischen deutlich das Kommando auf dem Spielfeld übernommen hatten waren unsere Aktionen leider immer noch von viel zu viel Hektik geprägt. Jetzt kamen für uns erschwerend noch einige unverständliche Pfiffe bzw. ausbleibende Pfiffe der beiden sehr jungen Schiedsrichter hinzu. Zwei 2-Minuten-Strafen gegen Toni, wovon eine berechtigt war, die zweite jedoch nie und nimmer, sowie ein nicht zurück gepfiffener Freiwurf brachen uns letztendlich das Genick. Die Hüllhortserinnen nutzten die Überzahl nun leider konsequent aus und wir gerieten wieder mit 14:15 (56.) in Rückstand. Uns gelang zwar noch der 15:15 (58.) Ausgleichstreffer, aber im Gegenzug markierten die Gegnerinnen postwendend das 16:15 zur entscheidenden Führung. Im Anschluss unser letztes Team-Timeout. Es waren noch vierzig Sekunden zu spielen, also entschlossen wir uns die Torfrau aus dem Kasten zu nehmen und durch eine sechste Feldspielerin zu ersetzen. Es sollte entweder bis zu einer richtig guten Wurfchance gespielt, oder kurz vor Spielende ein Freiwurf in zentraler Position erzielt werden. Beides gelang uns nicht, weil wir uns einen viel zu frühen und auch unvorbereiteten Wurf genommen hatten der geblockt wurde. Ergo, Ziel verfehlt und gar keinen Punkt mitgenommen.
Natürlich passieren einer jungen Mannschaft solche Dinge, aber hoffentlich lernt sie daraus auch etwas. Man muss immer von Anfang an konzentriert und konsequent an solch ein Spiel heran gehen, ansonsten sieht man was alles passieren kann. Denn unschlagbar waren die Gegnerinnen an diesem Tag auf gar keinen Fall, sondern wir haben es versäumt den Sack frühzeitig dicht zu machen.


Geschrieben von Jörg Witt